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Zukunft

Künstliche Intelligenz und die Suche nach Führungskräften.

Porträt Felix Graffenberg

Felix Graffenberg

Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Künstliche Intelligenz verändert, wie Personalberatungen recherchieren und Informationen auswerten. Wer zu einem Unternehmen passt, beurteilen bei uns weiterhin Menschen. Ein Blick darauf, wo die Grenze verläuft und warum sie dort richtig liegt.

Kurz gesagt

  • Im Research hilft Künstliche Intelligenz, Märkte breiter zu erfassen und Informationen gründlicher auszuwerten.
  • Die Ansprache von Kandidaten bleibt diskret und persönlich.
  • Das Urteil über Menschen trifft der Berater, gestützt auf Gespräche, das Bewerber-Audit und die Eignungsdiagnostik.
Zwei Personen prüfen gemeinsam Unterlagen an einem Tisch

Wo KI unsere Arbeit besser macht

Am Anfang jeder Suche steht eine Frage, die sich mit Fleiß allein schwer beantworten lässt: Wo arbeiten die Menschen, die für diese Position infrage kommen? Welche Unternehmen haben vergleichbare Aufgaben, welche Funktionen entsprechen der gesuchten Rolle, auch wenn sie anders heißen?

Hier ist Künstliche Intelligenz ein gutes Werkzeug. Sie hilft, Branchen und Märkte systematisch zu erfassen, öffentlich verfügbare Informationen zu ordnen und Zusammenhänge zu erkennen, die in einer manuellen Recherche leicht untergehen. Das Ergebnis ist ein breiteres und gründlicheres Bild des Marktes.

Auch bei der Prüfung von Unterlagen unterstützt uns KI. Sie weist auf Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten in Lebensläufen und Zeugnissen hin. Bewertet werden diese Hinweise von unseren Beratern.

Was beim Menschen bleibt

Eine Führungskraft, die erfolgreich in Verantwortung steht, wechselt nicht, weil ein System sie gefunden hat. Sie hört zu, wenn ein Mensch sie anspricht, der ihre Situation versteht, eine glaubwürdige Perspektive bietet und vertraulich mit ihr umgeht.

Deshalb gilt bei uns ein klarer Grundsatz: Künstliche Intelligenz unterstützt uns im Research. Das Gespräch mit Kandidaten führt immer ein Mensch, diskret und persönlich.

Dasselbe gilt für das Urteil. Ob jemand zu einer Unternehmenskultur passt, eine Organisation weiterentwickeln kann und die Verantwortung tragen will, zeigt sich im Gespräch, im strukturierten Bewerber-Audit mit 114 Kriterien und in einer wissenschaftlich fundierten Eignungsdiagnostik. Wen unsere Mandanten kennenlernen, entscheiden unsere Berater.

KI erweitert den Blick. Das Urteil bleibt beim Berater.

Verantwortung und Regeln

Die europäische KI-Verordnung stellt an Systeme, die Bewerberinnen und Bewerber auswählen oder bewerten, besonders hohe Anforderungen. Für uns ist das eine Bestätigung dessen, wie wir ohnehin arbeiten: Die Einschätzung eines Menschen trifft ein Mensch, und jede Empfehlung lässt sich begründen.

Ebenso selbstverständlich ist der Schutz der Daten, die uns Kandidaten und Mandanten anvertrauen. Vertraulichkeit ist in der Personalberatung keine Zusatzleistung, sondern die Grundlage jeder Zusammenarbeit.

Was das für Mandanten bedeutet

Für Unternehmen, die eine Führungsposition besetzen, heißt das: eine breitere Grundlage für die Suche, eine fundiertere Vorauswahl und dieselbe Diskretion wie bisher. Die Technik arbeitet im Hintergrund. Im Vordergrund stehen das Gespräch, die Erfahrung und das Urteil der Menschen, die Ihre Suche verantworten.

Quellen

Felix Graffenberg

Über den Autor

Felix Graffenberg

Geschäftsführender Gesellschafter der KON-PART. Zuvor war er mehr als 25 Jahre Geschäftsführer und Gesellschafter von IT-Unternehmen.

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