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Nachfolge

Warum die Suche nach der Geschäftsführung vor dem Abschied beginnt.

Porträt Felix Graffenberg

Felix Graffenberg

Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

In vielen inhabergeführten Unternehmen wird die Nachfolge in der Geschäftsführung erst konkret, wenn ein Datum feststeht. Dann ist der beste Zeitpunkt für die Suche oft schon vorbei. Wer früh beginnt, gewinnt vor allem eines: die Freiheit, die Übergabe selbst zu gestalten.

Kurz gesagt

  • Suche, Kündigungsfrist und Einarbeitung dauern zusammen oft länger als ein Jahr.
  • Am Anfang steht die Klärung der künftigen Rolle, erst danach die Suche nach der Person.
  • Eine gemeinsame Übergangszeit schafft Vertrauen bei Mitarbeitenden, Kunden und Banken.
Ein Handwerker bearbeitet ein Werkstück auf dem Amboss

Die Zeit wird regelmäßig unterschätzt

Eine sorgfältige Suche nach einer Geschäftsführerin oder einem Geschäftsführer dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Wer gewonnen wird, steht meist in einer verantwortlichen Position und hat Kündigungsfristen von sechs Monaten oder mehr. Hinzu kommt die Zeit, in der Vorgänger und Nachfolger gemeinsam im Unternehmen sind.

Zusammen ergibt das schnell mehr als ein Jahr. Wer erst sucht, wenn der Abschied feststeht, verliert genau die Phase, in der die Übergabe am besten gelingt.

Erst die Rolle, dann die Person

Bevor die Suche beginnt, lohnt sich eine ehrliche Klärung: Soll die neue Geschäftsführung das Unternehmen fortführen oder neu ausrichten? Welche Entscheidungen stehen in den nächsten Jahren an, welche Kompetenzen fehlen heute im Haus? Und welche Rolle übernimmt der bisherige Inhaber danach, als Gesellschafter, im Beirat oder gar nicht mehr?

Aus diesen Antworten entsteht das Profil. Es beschreibt nicht den Vorgänger, sondern die Aufgabe der kommenden Jahre.

Wer seine Nachfolge selbst gestaltet, übergibt mehr als eine Position.

Diskretion von Anfang an

Eine Nachfolge ist für ein Unternehmen ein sensibles Thema. Mitarbeitende, Kunden und Wettbewerber sollen davon erst erfahren, wenn die Lösung steht. Eine vertrauliche Suche ist deshalb die Regel: Wir sprechen Kandidaten an, ohne das Unternehmen zu nennen, und stellen es erst im persönlichen Gespräch vor. So lässt sich auch eine Position nachbesetzen, deren Inhaber noch im Amt ist.

Die Übergabe gestalten

Die erfolgreichsten Übergaben, die wir begleiten, haben eines gemeinsam: Vorgänger und Nachfolger arbeiten eine Zeit lang zusammen, mit klar verteilten Aufgaben und einem verabredeten Ende. Die Belegschaft erlebt, dass der Wechsel geordnet verläuft. Kunden und Banken lernen die neue Person kennen, solange der Vertrauensvorschuss des Inhabers noch trägt.

Wir kennen diese Situation von innen. KON-PART ist seit 1987 dreimal an die nächste Inhabergeneration übergeben worden, und jede dieser Übergaben war über Jahre vorbereitet. Diese Erfahrung bringen wir in jede Nachfolgesuche ein.

Felix Graffenberg

Über den Autor

Felix Graffenberg

Geschäftsführender Gesellschafter der KON-PART. Zuvor war er mehr als 25 Jahre Geschäftsführer und Gesellschafter von IT-Unternehmen.

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